Geschichte


In den Goldenen Zwanzigern wurde Pomade zunächst bei der afroamerikanischen Bevölkerung populär, da sie es ermöglicht, auch krauses und starkes Haar leichter zu frisieren. Dabei verleiht sie dem Haar einen matten bis starken Glanz. Die Boxer-Legende Joe Louis ist einer der bekanntesten Verwender der damaligen Zeit.

Der Stummfilm-Star Rudolph Valentino machte die Pomade einem breiten Publikum bekannt, sein glänzendes Haar wurde zu seinem Markenzeichen und zum Inbegriff des Latin Lover. In den 1930er- und 1940er-Jahren gehörten Pomade und Rasierwasser zur täglichen Herrenpflege.

Ende der 1950er-Jahre erreichte die Verwendung von Pomade unter anderem durch die Haartolle und den sogenannten „Ducktail“ (Entenschwanz) oder „Pompadour“ von Elvis Presley und anderen Rock and Roll-Künstlern ihren Höhepunkt.

In Deutschland ist Pomade seit den 1950ern fast völlig in Vergessenheit geraten, lediglich manche Fans der 1920er oder der 1950er, beispielsweise die Rockabillies oder A-cappella-Gruppen verwenden im deutschsprachigen Raum noch Pomade. Für die breite Bevölkerung wird sie seit der Nachkriegszeit mit Schmiere, Schmalzlocken oder öligen Haaren gleichgesetzt, da damals tatsächlich aus Not auf Schmalz, Fett oder Butter als Ersatz für echte Pomade zurückgegriffen wurde.

Im englischsprachigen Raum hat Pomade dagegen eine lange Tradition und ist in diesen Ländern ein weit verbreitetes Haarstyling- und Haarpflegemittel, das üblicherweise bei Friseuren oder in Drogerien erhältlich ist. Aus den USA stammen auch berühmte Marken-Pomaden, wie „Sweet Georgia Brown Pomade“, „Murray’s Pomade“, „Black & White“ oder Produkte der Firma „Imperial DAX“. Besonders DAX wird auch von Jugendlichen, vor allem aus der Rap-Szene, verwendet.

Haarpomade im Film

Soweit Wikipedia…

Aber gerade in der heutigen Zeit erlebt die Pomade eine echte Renaissance.

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